Christof Suppiger – Schwarz-Weiss-Porträt im Freien
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Angebote aus Bildung und Kultur

Lernen, Konflikt und Frieden beginnt - in mir, mit dir

Care, Humor und Grenze. Die Care-Clown-Polizei.

Wie kann Fürsorge verbinden, ohne über andere zu bestimmen? Und was kann Humor dazu beitragen, dass Grenzen hörbar werden?

Christof Suppiger · Überarbeitet am 20. Oktober 2026

Gut gemeinte Hilfe kann entlasten. Sie kann aber auch einen Auftrag voraussetzen, den niemand erteilt hat. Ein schnelles «Ich mache das für dich» lässt manchmal wenig Platz für die Frage, ob die andere Person diese Unterstützung überhaupt möchte.

Die Care-Clown-Polizei nimmt solche Alltagsmomente zum Ausgangspunkt. Drei Kräfte treffen aufeinander: die Sorge um Beziehung, die Lust am Spiel und die Klarheit einer Grenze. Mich interessiert, was entsteht, wenn keine dieser Kräfte allein das letzte Wort hat.

Wann trägt meine Fürsorge – und wann braucht sie ein Stopp?
Fiktive, vielfältige Rollenfiguren im Gespräch, darunter ein Mensch im Rollstuhl.
KI-generierte Rollenfiguren.

Worum es geht

Manchmal tragen wir zu viel, sagen unser Nein zu spät oder nehmen unsere Rolle sehr ernst. Drei Perspektiven bringen Bewegung hinein:

Care hält Beziehung.
Was brauchst du – und was brauche ich? Zuhören, Unterstützung anbieten und Lasten teilen.

Clown öffnet Spielraum.
Was wird möglich, wenn ich nicht perfekt sein muss? Ausprobieren, staunen und nach einem Reinfall weitergehen.

Polizei klärt Grenzen.
Wer hat welchen Auftrag? Stoppen, Zustimmung prüfen und Verantwortung klären. Die Clown-Polizei ist eine theatrale Figur mit befragbarer Autorität.

Im Spiel können wir diese Perspektiven verkörpern und wechseln. Wer eben noch retten wollte, erlebt vielleicht, wie es ist, ungefragt gerettet zu werden. Wer eine Grenze setzt, kann prüfen, ob sie verständlich ist und dem Gegenüber Würde lässt. Die Szene macht eine Frage erfahrbar, ohne sie schon endgültig zu beantworten.

Gemeinsam ausprobieren

Eine Szene aus dem Alltag wird zum gemeinsamen Experiment. Wir hören zu, wechseln Rollen und erproben andere Antworten – mit Körper, Stimme und Humor.

Jedes Treffen folgt einem einfachen Rhythmus:
Ankommen · Gemeinsam forschen · Integrieren · Würdigen · Alltagsschlussrunde.

Du brauchst keine Vorkenntnisse. Mitspielen, beobachten und pausieren sind gleichwertige Möglichkeiten. Nähe und Beteiligung bleiben selbst gewählt; ein Nein braucht keine Begründung.

Ein offener Anti-Kurs für 2027

Du bringst eine Frage, eine Alltagssituation oder einfach Neugier mit. Gemeinsam erkunden wir, wie Fürsorge, Spiel und klare Grenzen zusammenwirken können.

Sechs mögliche Themen

Die Themen sind ein Vorschlag. Was die Gruppe mitbringt, gestaltet die Treffen mit; Reihenfolge und Schwerpunkte dürfen sich verändern.

  1. Ankommen: Was brauche ich, um mich auf Begegnung einzulassen?
  2. Care und Self-Care: Wie kann ich für andere da sein und auf mich achten?
  3. Grenzen und Auftrag: Wie sage ich Stopp, und wer übernimmt welche Verantwortung?
  4. Clown und Reinfall: Was wird möglich, wenn etwas misslingen darf?
  5. Rollen wechseln: Was verändert sich, wenn ich führe, folge oder Unterstützung annehme?
  6. Würdigen und weitergehen: Was nehme ich mit, und was möchte ich im Alltag ausprobieren?

Geplant sind sechs einzeln buchbare Treffen in Zürich. Du kannst einmal dabei sein, mehrere Termine wählen oder die ganze Serie besuchen.

Für Menschen, die Care, Humor und Grenzen im Alltag erkunden möchten – in Beziehungen, Nachbarschaften, Bildungsarbeit oder Teams.

Der Pilot ist in Entwicklung. Daten, Ort, Dauer, Beitrag und Leitung werden vor der Anmeldung bekannt gegeben.

Interesse oder eine Idee mitteilen

Erfahrungen verstehen

Wie verändern Fürsorge, Humor und klare Grenzen unser Miteinander? Diese Frage begleitet die Praxis. Die 8R, Resonanz und die 5S-Sicherheitslinse helfen uns, genauer hinzusehen.

Teilnahme, Dokumentation und Veröffentlichung sind getrennte Entscheidungen. Forschung braucht eine eigene Information und Einwilligung.

Mehr über die Forschung

Ein gelungener Moment im Spiel ist noch kein Beleg dafür, dass eine Methode im Alltag wirkt. Deshalb interessieren mich auch Irritationen, Pausen und Situationen, in denen etwas nicht aufgeht. Was wurde beobachtet? Welche Deutung legen wir darüber? Und was könnten wir beim nächsten Mal anders versuchen?

Für mich gehört dazu eine einfache Verbindung: Das Ja zum gemeinsamen Spiel braucht Platz für ein persönliches Nein. Humor darf helfen, eine Grenze zu zeigen; er darf sie nicht unhörbar machen.

← Innehalten. Etwas wagen.

Eine Frage genügt als Anfang

Du möchtest dabei sein, eine Alltagsszene einbringen oder einen Praxisraum für dein Team ermöglichen? Ich freue mich auf ein Gespräch.

Initiative: Christof Suppiger. Weitere Mitwirkende und die Leitung des Piloten werden im Aufbau vereinbart.

Kontakt aufnehmen076 572 45 00

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Workshop-Vereinbarungen

A) Für das Gelingen des Workshops ist es erforderlich, dass TeilnehmerInnen von Beginn bis Ende anwesend sind. Sollte Dir dies nicht möglich sein, wende Dich bitte vor der Anmeldung an die Veranstalter.

B) Der Workshop dient der Persönlichkeitsbildung und bietet intensive Lernerfahrungen. Das kann unter Umständen emotional herausfordernd sein. Solltest Du in psychotherapeutischer Behandlung sein, bitten wir Dich, mit uns Kontakt aufzunehmen.