Christof Suppiger – Schwarz-Weiss-Porträt im Freien
CHRISTOFSUPPIGER
Angebote aus Bildung und Kultur

Lernen, Konflikt und Frieden beginnt - in mir, mit dir

Ich darf ich sein.

Über Abschied, Selbstmitgefühl und die Erlaubnis, unterwegs zu bleiben.

Christof Suppiger · 29. Oktober 2026 · Neufassung eines Beitrags vom Juli 2024

Eine Terrasse mit Blumen und leeren Stühlen vor dem ruhigen Meer; am Horizont liegt eine felsige Insel.

Eine Trennung hat mich aus einer vertrauten Ordnung gebracht. Was bisher zu meinem Leben gehörte, war plötzlich offen. Ich suchte Halt, Erklärungen und eine Richtung. Und ich wollte spüren, dass noch etwas auf mich wartet.

Damals erzählte ich davon als einer Reise zu mir selbst. In meinem Text steckte viel Hoffnung: Ängste loslassen, Freiheit finden, mit neuer Kraft weitergehen. Wenn ich ihn heute lese, möchte ich dieser Hoffnung Raum geben. Auch dem Schmerz, der sich nicht einfach in eine schöne Entwicklungsgeschichte verwandeln lässt.

Ich darf ich sein. Mit meiner Sehnsucht, meinem Humor und meinem Bedürfnis nach Nähe. Auch dort, wo noch keine Antwort bereitliegt.

Loslassen braucht Zeit.

Das Wort klingt leicht. Die Erfahrung kann schwer sein.

Ich kann verstehen, dass eine Beziehung ihre bisherige Form verloren hat, und trotzdem an ihr hängen. Ich kann dankbar sein und zugleich vermissen. Mich auf Neues freuen und vor dem Unbekannten zurückschrecken.

Diese Bewegungen dürfen nebeneinander vorkommen. Ich muss aus ihnen nicht sofort eine eindeutige Geschichte machen.

Vielleicht beginnt Loslassen für mich damit, wahrzunehmen, was ich noch festhalte: eine Hoffnung, ein gemeinsames Bild von Zukunft, den Wunsch, verstanden zu werden. Erst wenn ich das erkenne, kann ich behutsamer damit umgehen.

Darf ich unterwegs sein, ohne schon angekommen wirken zu müssen?

Mir freundlich begegnen.

Yoga, Meditation und körperbezogene Begleitung gehörten zu meiner Suche. Sie gaben mir Gelegenheiten, innezuhalten und mich wahrzunehmen.

Besonders die Übung der liebevollen Güte beschäftigt mich: Kann ich mir mit etwas von der Freundlichkeit begegnen, die ich einem Menschen entgegenbringen würde, der gerade leidet?

Das gelingt mir nicht auf Bestellung. Manchmal wird auch Selbstmitgefühl zu einer Aufgabe, die ich gut erfüllen möchte. Dann kommt zum Schmerz noch die Ungeduld mit mir selbst.

Ein schlichter Satz könnte genügen: «So ist es gerade. Was brauche ich jetzt?»

Vielleicht Ruhe. Vielleicht Bewegung. Vielleicht jemanden, der zuhört. Vielleicht einen Moment, in dem ich nichts erklären muss.

Was zwischen Menschen bleibt.

Eine Beziehung kann sich verändern. Welche Form danach möglich wird, entsteht zwischen den beteiligten Menschen. Meine Hoffnung allein entscheidet das nicht.

Ich kann meinen Wunsch nach Verbundenheit aussprechen. Ich kann zuhören, Grenzen achten und meine eigenen benennen. Dabei möchte ich offenlassen, ob Nähe, Freundschaft oder Abstand für uns stimmig werden.

Für mich wächst daraus eine anspruchsvolle Übung: meinen Wunsch ernst nehmen und dem Gegenüber seine eigene Antwort zugestehen.

Auch meine Antwort darf sich verändern.

Dankbarkeit ohne Schlussstrich.

Ich bin dankbar für Begleitung, für aufmerksames Zuhören und für Humor in einer schwierigen Zeit. Unterstützung hat mir geholfen, Fragen zuzulassen und meine Wahrnehmung ernster zu nehmen.

Was davon weiterwirkt, zeigt sich im Alltag. Kann ich eine Bitte aussprechen? Eine Grenze früher bemerken? Unterstützung annehmen, ohne mich dafür kleinzumachen?

Das Bild einer reparierten Schale begleitet mich dabei. Ihre Bruchstellen bleiben sichtbar. Als Bild erinnert es mich daran, dass zu meinem Leben auch gehört, was nicht heil und glatt geworden ist.

Ich muss meinen Brüchen keinen Glanz verleihen.

Innehalten.

Welche Vorstellung von mir versuche ich gerade aufrechtzuerhalten?

Was vermisse ich, ohne es schon loslassen zu können?

Wo könnte ich heute etwas freundlicher mit mir umgehen?

Du kannst bei einer Frage bleiben. Eine Antwort darf Zeit brauchen.

Ein kleiner Alltagsversuch.

Wenn du magst, vervollständige für dich zwei Sätze:

Heute vermisse ich …

Heute kann ich für mich sorgen, indem ich …

Wähle etwas, das in deinen heutigen Tag passt. Eine Pause, einen Spaziergang, eine Mahlzeit, eine Bitte um Gesellschaft. Du entscheidest, ob du deine Notiz teilen möchtest.

Für mich bleibt diese Erlaubnis:

Ich darf mich verändern. Ich darf Zeit brauchen. Ich darf ich sein.

Herkunft und Einordnung.

Neufassung eines persönlichen Beitrags vom Juli 2024. Namen anderer Personen, konkrete Ortsangaben und zuordenbare Begleitungsangebote wurden weggelassen. Der Text erzählt aus meiner Perspektive und trifft keine Aussagen über das innere Erleben anderer.

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KI-Transparenz
Diese Neufassung entstand mit Unterstützung von KI auf Grundlage meines früheren Beitrags.

Workshop-Vereinbarungen

A) Für das Gelingen des Workshops ist es erforderlich, dass TeilnehmerInnen von Beginn bis Ende anwesend sind. Sollte Dir dies nicht möglich sein, wende Dich bitte vor der Anmeldung an die Veranstalter.

B) Der Workshop dient der Persönlichkeitsbildung und bietet intensive Lernerfahrungen. Das kann unter Umständen emotional herausfordernd sein. Solltest Du in psychotherapeutischer Behandlung sein, bitten wir Dich, mit uns Kontakt aufzunehmen.