
Ausgehend von meinem Blogartikel «Care ist politisch» bin ich am 14. Juni tatsächlich zum feministischen Streik gegangen. Nicht als Experte. Nicht als Erklärer. Nicht als Mann, der nun auch noch sagen muss, wie Feminismus richtig geht. Sondern als jemand, der mitging, schaute, hörte, sich bewegte – und merkte: Auch das ist politische Bildung. Nicht im Seminarraum, sondern auf der Strasse. Nicht als Theorie, sondern als Körpererfahrung.
Kathrin und ich hielten uns eher am Rand des grossen Getümmels. Wir bewegten uns von Programmpunkt zu Pause, von Pause zu Programmpunkt, später weiter ins Kraftwerk zu einem Konzert. In mir verband sich das zu einer kleinen Dramaturgie: zuerst die laute Strasse, dann der leise Raum. Zuerst die Forderung, dann das Lauschen. Zuerst der Zug durch die Bahnhofstrasse, dann Musik.
Das war nicht offiziell so geplant. Es war mein inneres Konstrukt. Aber vielleicht entstehen persönliche Lernräume genau so: indem sich äussere Ereignisse mit inneren Bewegungen verbinden. Ich merkte an diesem Tag mehrfach, wie stark ich ordne, verbinde, deute – manchmal auch flüchte. Und wie gut es ist, wenn ein Raum gross genug ist, dass all das Platz hat, ohne dass ich deshalb gleich im Zentrum stehen muss.
Schön war auch, dass wir unterwegs vertraute Menschen aus dem Impulse Circle trafen. Es war kein heroischer Gang in ein fremdes politisches Feld, sondern eher ein Sich-Bewegen in einer lebendigen, vielfältigen, festlichen, friedlichen und zugleich klaren Bubble. Eine Bubble, ja. Aber nicht als Blase der Weltflucht. Eher als Erfahrungsraum: Hier wird etwas sichtbar, was im Alltag oft zu leise bleibt.
Natürlich musste ich auch schmunzeln. An einem Stand sah ich liebevoll verpackte Seifen in Vaginaform. Starke Symbolik, sehr direkt, sehr körperlich, sehr gegenwärtig. Mein erster Gedanke war: Das muss ich meinem Vater mitbringen. Mein zweiter Gedanke war: Hilfe, das mache ich auf gar keinen Fall.
In diesem kleinen inneren Hin und Her lag für mich viel von diesem Tag. Generationenthemen. Körperthemen. Scham. Humor. Grenze. Zärtlichkeit. Und die Frage, was Männer eigentlich aushalten, wenn Frauen ihre Themen nicht mehr höflich verkleinern.
An einem anderen Stand blieb ich bei zwei Frauen stehen, die mit Kunst, Typografie, Körperhumor und politischer Klarheit arbeiteten. Da lagen rote Karten, kleine Objekte, ein gelber Körper zum Werfen mit der Aufschrift «The Fall of Patriarchy» und ein Zettel mit Sätzen, die mich sofort beschäftigten:
I am loud.
I am tender.
I am unapologetic.
I am here.
Ich blieb vor allem an diesem Wort hängen: unapologetic. «Unentschuldigt» klingt auf Deutsch etwas schief. Gemeint ist nicht: Ich bin rücksichtslos. Gemeint ist auch nicht: Ich muss niemandem mehr zuhören. Für mich heisst es eher: Ich muss mich nicht dafür entschuldigen, dass ich da bin. Nicht für meinen Körper. Nicht für meine Wut. Nicht für meine Zartheit. Nicht für meine politische Stimme. Nicht für meine Lust, sichtbar zu sein.
Da war sie wieder, diese Verbindung, die mich an diesem Tag immer stärker berührte: Care und Wut gehören nicht zwingend in getrennte Welten. Sorge kann zart sein, aber sie muss nicht brav sein. Wut kann laut sein, aber sie muss nicht zerstören. Manchmal ist Wut eine Form von Würdeschutz. Manchmal ist Care nicht das nette Pflaster nach der Verletzung, sondern die Kraft, die sagt: Bis hierher. So nicht weiter.
Überraschend schön war für mich die Stimmung. Ich hatte nicht das Gefühl, in eine aggressive, feindselige Versammlung zu geraten. Im Gegenteil. Trotz aller Zuspitzung, trotz aller berechtigten Wut, trotz der politischen Klarheit war da etwas Festliches, Friedliches, Geordnetes und Lebendiges.
Ich merkte, wie falsch manche alten Bilder in mir waren: nicht die Karikatur einer wütenden feministischen Meute, sondern ein Zug von Menschen, die Raum einnehmen, gestalten, rhythmisieren und sichtbar machen, was sonst zu oft unsichtbar bleibt.
Besonders berührt hat mich die Care-Pause. Die Streikleitung lud dazu ein, dass sich alle hinlegen. Mitten im Demonstrationszug. Auf der Strasse. Für einen Moment wurde nicht marschiert, nicht gerufen, nicht gefordert, sondern geruht. Dann setzten sich alle wieder auf, fast wie ein Chor. Ein Schrei ging durch die Reihen, eine Welle von vorne nach hinten. Danach Rhythmusklatschen. Dann Bewegung.
Da verstand ich Care noch einmal anders. Care ist nicht nur das stille Pflegen, Kochen, Sorgen, Erinnern, Trösten und Organisieren. Care kann auch eine choreografierte Unterbrechung sein. Eine kollektive Pause. Ein Körper, der sagt: Wir liegen nicht am Boden, weil wir besiegt sind. Wir legen uns hin, weil Erschöpfung politisch ist. Und wir stehen wieder auf, weil Würde politisch ist.
Einmal holte ich mein Velo. Für einen Moment stand ich allein auf dem Platz. Und plötzlich fühlte ich mich zu Hause. Sicher. Nicht, weil ich vergessen hätte, dass ich als Mann in einem feministischen Streikraum angeschaut werde. Sondern weil ich mich nicht mehr nur als angeschauter Mann erlebte.
Ich fühlte mich als Mann in Mitverantwortung.
Mitverantwortung für Care. Für gerechtere Lasten. Für weniger stille Erwartungen. Für mehr sichtbare Arbeit. Für mehr Schutz vor Gewalt. Für mehr Beziehung, die Entscheidung trägt.
Ganz am Anfang der Veranstaltung bekam ich einen Flyer in die Hand gedrückt: Care Strike. Was mich berührte, war nicht nur der Flyer selbst, sondern auch die Art der Ansprache. Ich fühlte mich nicht als zufälliger männlicher Begleiter am Rand, sondern tatsächlich mitgemeint. Nicht im Sinne von: Jetzt übernehmen Männer wieder die Bühne. Sondern im Sinne von: Auch du bist Teil dieser Gesellschaft. Auch du lebst von Care. Auch du trägst Verantwortung dafür, dass Care sichtbar, gerecht verteilt und politisch ernst genommen wird.
Auf dem Flyer stand: «Care verdient mehr.» Pflege, Betreuung, Bildung, Sozialarbeit, Hauswirtschaft, Reinigung, bezahlt im Betrieb oder unbezahlt zu Hause: Care-Arbeit hält unsere Gesellschaft am Laufen. Genau dieser Satz traf mich. Denn hier wurde nicht von einem Sonderthema gesprochen, sondern von der Grundstruktur unseres Zusammenlebens.
Und dann stand da der Ausblick: Am 14. Juni 2027 gehen wir gemeinsam auf die Strasse. Das gefiel mir besonders. Da war plötzlich ein Zeitbogen. Nicht nur ein Tag. Nicht nur ein Ereignis. Sondern ein Rhythmus. Ein Jahr, um sich zu vernetzen, zu sprechen, zu lernen, vorzubereiten, die Themen weiterzutragen. Auch unter Männer. Gerade unter Männer.
Für mich verband sich das sofort mit unseren 4R: Räume, Rollen, Rahmen und Rhythmen. Der feministische Streik war nicht nur ein Ereignis im öffentlichen Raum. Er war auch ein Rhythmusangebot. Eine Einladung, sich über ein Jahr hinweg zu fragen: Wo bleibt Care unsichtbar? Wer trägt zu viel? Wer profitiert davon, ohne es zu merken? Wo wird Verantwortung still erwartet, aber nicht fair geteilt? Und was müsste sich ändern, damit Care nicht nur privat ertragen, sondern öffentlich geschützt wird?
An diesem Flyer merkte ich auch, wie sich meine eigene Rolle verschob. Es ging nicht darum, ob ich als Mann «für Frauen» nett solidarisch bin. Es ging darum, zu begreifen: Care ist auch meine politische Aufgabe.
Feministisch bleibt der Streik, weil Frauen und feminisierte Arbeit besonders stark betroffen sind. Aber Care ist nicht nur ein Frauenanliegen. Care ist Wirtschaft. Oder mit Ina Praetorius gesagt: Wirtschaft ist Care.
Das ist für mich ein entscheidender Perspektivenwechsel. Care ist nicht der weiche Rest, der übrig bleibt, wenn die eigentliche Wirtschaft erledigt ist. Care ist nicht Dekoration. Care ist nicht die emotionale Unterlage für die harten Zahlen. Care ist die Grundbedingung dafür, dass Menschen überhaupt leben, lernen, arbeiten, lieben, krank sein, alt werden, sich erholen, Kinder grossziehen, sterben, trauern und wieder anfangen können.
Wirtschaft beginnt nicht erst dort, wo Geld fliesst. Wirtschaft beginnt dort, wo Leben erhalten wird.
Vielleicht war genau das für mich so befreiend. Ich musste mich nicht einschleichen. Ich musste mich nicht ins Zentrum stellen. Ich konnte mich angesprochen fühlen, ohne den Raum zu übernehmen. Ich konnte als Mann mitgehen, zuhören, lernen und sagen: Ja, das geht mich etwas an. Nicht, weil ich alles verstanden habe. Sondern weil ich in einer Gesellschaft leben will, in der Sorgearbeit nicht unsichtbar bleibt, Beziehung Entscheidung trägt und Verantwortung nicht länger still auf den Schultern derjenigen landet, die ohnehin schon tragen.
Was mich an den Materialien rund um «Wirtschaft ist Care» besonders ansprach, waren die Impulsfragen. Sie wirkten nicht wie moralische Belehrung, sondern wie offene Türen. Da stand sinngemäss nicht: Du musst jetzt sofort alles richtig machen. Sondern eher: Schau hin. Wer entscheidet? Wer trägt? Wer bleibt unsichtbar? Was müsste anders geregelt werden, damit das Leben in der Mitte steht?
Eine Frage blieb besonders bei mir hängen: Wer entscheidet eigentlich darüber, wie Digitalisierung, Wirtschaft, Wohnen, Pflege, Bildung oder Sorge organisiert werden? Konzerne und Regierungen allein? Oder auch die Zivilgesellschaft?
Und eine andere Frage traf mich noch persönlicher:
Wenn ich das Leben liebe, wozu muss ich dann Nein sagen?
Das ist für mich eine starke Form politischer Bildung. Nicht Parole gegen Frage. Sondern Parole und Frage zusammen. Die Parole verdichtet. Die Frage vertieft. Die Parole bringt Menschen auf die Strasse. Die Frage bringt das Thema nach Hause: an den Küchentisch, in die Partnerschaft, in den Verein, in die Männergruppe, in die Projektleitung, in den eigenen Körper.
Vielleicht ist genau das die Brücke zwischen Frauenstreik und GEMEINSCHAFT WAGEN. Der Streik ruft: Care verdient mehr. Die Impulsfrage fragt: Und was heisst das jetzt für meinen Alltag? Für meine Zeit? Für mein Geld? Für meine Beziehungen? Für meine Selbstverständlichkeiten? Für meine Art, Entscheidungen zu treffen?
Mich sprechen solche Fragen besonders an, weil sie mich nicht beschämen. Sie lassen mir Würde. Aber sie lassen mich auch nicht bequem davonkommen. Sie laden mich ein, meinen Platz zu suchen: nicht im Zentrum, nicht daneben, sondern mitverantwortlich im Feld.
Und dann tauchte in meinem Kopf wieder mein Bühnenmaterial auf: Speed Date mit der eigenen Männlichkeit. Drei Männer treten auf, als müssten sie sich in wenigen Sekunden beweisen. Alle bringen ihre beste Maske mit. Und dann bricht der Witz.
Da ist Bella Balance, die unsichtbare Koordinatorin. Sie sagt: «Ich hab das schon. Lass mich machen. Ich komme nicht schnell.» Und alle nicken dankbar, während sie innerlich zusammenklappt.
Maria schaut Gianni an.
«Kennst du sie?»
Gianni nickt.
«Ja. Sie wohnt bei mir im Kalender.»
«Und wer zahlt Miete?»
«Niemand. Sie organisiert sogar ihren eigenen Burn-out gratis.»
Dann kommt Ronny Racker, der erschöpfte Verantwortungsträger. Er sagt: «Ich mach das schon. Es muss ja jemand tragen. Ich brauch nicht viel.» Sein Körper sagt etwas anderes. Seine Schultern sehen aus wie ein ganzes Sitzungsprotokoll.
Maria fragt: «Ronny, was brauchst du?»
Ronny sagt: «Nichts.»
Gianni übersetzt: «Er meint: Bitte fragt mich nochmals, aber so, dass ich nicht zusammenbrechen muss.»
Dann tritt Lungo Liberal auf, der performativ bewusste Mann. Er sagt: «Ich habe reflektiert, ich bin in Kontakt, ich will nicht der alte Mann sein.» Und während er spricht, spricht er. Und spricht. Und spricht. Bis Bella Balance wieder die Flipchart hält, Ronny die Stühle stellt und Seppi Sonderfall im Bildschirm verschwindet.
Maria fragt: «Gianni, was ist der Unterschied zwischen einem bewussten Mann und einem wirklich mitverantwortlichen Mann?»
Gianni sagt: «Der bewusste Mann sagt: Ich habe verstanden. Der mitverantwortliche Mann fragt: Was ist mein nächster Schritt?»
Maria schaut ins Publikum.
«Und wer macht nachher die Küche?»
Stille.
Gianni hebt langsam die Hand.
«Ich wollte nur sagen: Ich habe heute meinen Entwicklungsprozess gespürt.»
Maria lächelt.
«Gut. Dann nimm den Lappen. Entwicklung beginnt manchmal feucht.»
Vielleicht ist genau das der Punkt: Humor macht Mitverantwortung sichtbar, ohne sofort zu beschämen. Die Figuren überzeichnen, aber sie entlarven nicht nur die anderen. Sie zeigen auch mich. Mein Ausweichen. Mein Glänzen. Mein Retten. Mein Schweigen. Mein Erklären. Mein Wunsch, ein guter Mann zu sein, ohne immer schon zu wissen, was das konkret bedeutet.
Was nehme ich aus diesem Tag für GEMEINSCHAFT WAGEN mit? Sicher nicht die Idee, den Frauenstreik zu vereinnahmen. Der Streik hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Kämpfe, seine eigenen Trägerinnen und Träger, seine eigene Schärfe. Aber ich merke, wie stark mich die Form berührt: ein Raum, der Körper hat; Rollen, die sichtbar werden; ein Rahmen, der Sicherheit gibt; ein Rhythmus, der über den Tag hinausweist.
Räume: Der öffentliche Platz wurde nicht nur benutzt, sondern gestaltet. Menschen lagen auf der Strasse, standen wieder auf, schrien, klatschten, gingen weiter. Der Raum war nicht Kulisse. Er war Mitspieler.
Rollen: Ich erlebte mich nicht als Erklärer, nicht als Retter, nicht als Schuldiger, nicht als Zuschauer, sondern als Mann in Mitverantwortung. Das ist eine andere Rolle. Sie ist kleiner als Dominanz und grösser als Rückzug.
Rahmen: Der Zug war klar geführt, aber nicht starr. Es gab Moderation, Zeichen, Einladungen, Pausen und Übergänge. Genau dadurch konnte Kraft entstehen, ohne in blosse Lautstärke zu kippen.
Rhythmen: Der Ausblick auf den Care-Streik 2027 gab dem Erlebnis einen Zeithorizont. Nicht: berührt sein und am nächsten Tag vergessen. Sondern: ein Jahr, um dranzubleiben, weiterzusprechen, zu üben, Männer anzusprechen und Care sichtbarer zu machen.
Vielleicht ist das mein persönlicher Brückensatz aus diesem Tag:
Beziehung trägt Entscheidung, wenn Care nicht nur gefühlt, sondern gerahmt, geteilt und rhythmisiert wird.
Vielleicht war mein wichtigster Lernmoment dieses Tages: Ich muss als Mann nicht im Zentrum stehen, um Verantwortung zu übernehmen. Ich muss nicht sprechen, um anwesend zu sein. Ich muss nicht alles verstehen, um mich bewegen zu lassen. Und ich muss nicht perfekt solidarisch sein, um den nächsten kleinen Schritt zu tun.
Das entlastet mich nicht aus der Verantwortung. Im Gegenteil. Es macht Verantwortung konkreter. Nicht die grosse identitäre Behauptung: Ich bin ein guter Mann. Sondern die kleinere, überprüfbare Frage: Was tue ich heute, damit Care sichtbarer, gerechter und tragfähiger wird?
Als zum Care-Streik 2027 aufgerufen wurde, freute mich das unerwartet stark. Ein Jahr Zeit. Zeit, um nicht nur am Tag selbst dabei zu sein, sondern die Themen weiterzutragen. Gerade auch unter Männer. Nicht als moralische Belehrung, sondern als Einladung: Lasst uns über Care sprechen. Über Scham. Über Mental Load. Über Macht. Über Körper. Über Müdigkeit. Über Verantwortung. Über das, was Frauen seit Jahren sagen und Männer oft erst hören, wenn sie selbst davon betroffen sind.
Vielleicht beginnt politische Mitverantwortung genau dort: nicht bei der grossen Erklärung, sondern bei einem Mann, der am Rand eines feministischen Streiks steht, eine Vagina-Seife sieht, schmunzelt, erschrickt, weitergeht, zuhört, sich hinsetzt, wieder aufsteht und merkt:
Dieser Raum geht mich etwas an.
Was trage ich selbstverständlich mit, ohne es Care zu nennen?
Wo profitiere ich davon, dass andere Menschen Care-Arbeit unsichtbar leisten?
Wie kann ich als Mann angesprochen sein, ohne den Raum zu übernehmen?
Welche Care-Arbeit in meinem Umfeld braucht mehr Geld, mehr Zeit, mehr Sichtbarkeit oder mehr Schutz?
Wozu sage ich aus Liebe zum Leben Nein?
Welche Rhythmen helfen mir, bis zum Care-Streik 2027 nicht nur berührt zu sein, sondern dranzubleiben?
Wo spricht in mir gerade Ronny Racker?
Wo glänzt Lungo Liberal?
Wo kippt Seppi Sonderfall?
Wo trägt Bella Balance längst zu viel?
Und wo kann ich heute einen kleinen, sichtbaren Care-Akt übernehmen, ohne daraus gleich eine Identität zu machen?
Die Parole bringt Menschen auf die Strasse. Die Frage bringt das Thema nach Hause.
Care ist politisch, weil sie entscheidet, wer Zeit hat, wer erschöpft wird, wer sichtbar ist, wer bezahlt wird, wer geschützt ist und wer selbstverständlich trägt.
Care ist feministisch, weil Frauen und feminisierte Arbeit noch immer überproportional belastet sind.
Care geht Männer an, weil auch wir von Sorge leben, Sorge brauchen, Sorge vermeiden, Sorge delegieren und Sorge lernen können.
Und vielleicht ist das der Satz, der für mich bleibt:
Ich konnte mich angesprochen fühlen, ohne den Raum zu übernehmen.
Das ist keine fertige Lösung. Aber ein guter Anfang.
GEMEINSCHAFT WAGEN – Ein öffentliches Wohnzimmer
Meine lokale Praxis für tragfähige Beziehungen, Präsenz, Care und gelebte Fürsorge im Alltag. Die Seite beschreibt GEMEINSCHAFT WAGEN als Pilotreihe von Resonanzräumen, Vertrauensinseln und Care-Aktionen im Raum Zürich.
Macht- und Beziehungsbewusstsein
Ein Selbsttest für klare Sprache, Würde, Verantwortung und Beziehungspraxis.
Chakra-Yoga für Männer
Ein Raum für Männer, Körper, Atem, Verletzlichkeit und Präsenz. Hinweis: Der Link leitet aktuell auf eine technische «angebote__trashed»-Adresse weiter; in WordPress sollte die Permalink-Struktur bereinigt werden.
Lernreisen mit COMMUNITY CLOWNS
Humor, Körper und Improvisation als Zugang zu Verantwortung, Beziehung und Gemeinschaft.
Feministischer Streik Zürich
Informationen, Rückblicke und Materialien zum Feministischen Streik und zum Care-Streik 2027.
Wirtschaft ist Care – Publikationen
Texte und Publikationen zu einer care-zentrierten Ökonomie, darunter «Wirtschaft ist Care. (K)ein Spaziergang … zum Beispiel in Sursee» von Ina Praetorius, Georges Zahno und Feline Tecklenburg.
Stadtrundgang Wirtschaft ist Care – (K)ein Spaziergang Sursee
Materialien und Impulse, wie Care, Ökonomie und gesellschaftliche Grundversorgung lokal sichtbar gemacht werden können.
Eigene Notizen, Beobachtungen und Fotos vom feministischen Streik am 14. Juni 2026 in Zürich.
KI ist Werkzeug – die Unterschrift ist meine. Für sprachliche Verdichtung und Struktur nutze ich punktuell KI als Werkzeug. Die KI schlägt Sprache vor; ich entscheide, ob sie stimmt. Die KI verdichtet; ich prüfe, ob mein Körper Ja sagt. Sie ersetzt keine Beziehung, kein Spüren und keine Verantwortung. Ich nutze KI nicht, um Verantwortung abzugeben, sondern um Sprache zu finden. Auswahl, Haltung, Verantwortung und Endfassung liegen bei mir.
Korrigiert: Gianni Guardavia = Pro / Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative, Maria Spaccaviso = Contra / Nein zur Nachhaltigkeitsinitiative.
Suno-Song: Mir ist wichtig
Figuren:
Gianni Guardavia – Pro / Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative
Maria Spaccaviso – Contra / Nein zur Nachhaltigkeitsinitiative
Style Prompt für Suno:
Warm acoustic ukulele circle song, simple four-chord loop, gentle male and female call-and-response vocals, soft handclaps, community singing, intimate public living room atmosphere, hopeful but fragile, 90 BPM, folk pop, minimal percussion, layered humming, easy chorus.
Chords:
C – G – Am – F
durchgehend als Loop
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Intro
Ukulele leise, Summen im Kreis
Mmmh — mir ist wichtig.
Mmmh — dir ist wichtig.
Mmmh — wir hören hin,
bevor es wieder kippt.
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Strophe 1 – Gianni Guardavia
Gianni Guardavia sagt:
Mir ist wichtig, dass ein Land
nicht immer nur mehr tragen muss.
Mir ist wichtig, dass die Schule atmet,
dass die Pflege nicht zerbricht.
Mir ist wichtig, dass ein Zuhause
nicht nur ein Wort auf Papier ist.
Maria Spaccaviso hört und sagt noch nichts.
Sie hält ihr Nein in der Hand.
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Refrain
Mir ist wichtig.
Dir ist wichtig.
Unter jedem Satz
schlägt ein Herz.
Mir ist wichtig.
Dir ist wichtig.
Bevor wir sagen:
Du bist falsch.
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Strophe 2 – Maria Spaccaviso
Maria Spaccaviso sagt:
Mir ist wichtig, dass ein Mensch
nicht nur als Zahl erscheint.
Mir ist wichtig, dass Zugehörigkeit
nicht kleiner wird durch Angst.
Mir ist wichtig, dass ein Land
nicht Grenzen baut im Herzen.
Gianni Guardavia hört und atmet schwer.
Er hält sein Ja in der Hand.
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Bridge – Es kippt
Maria Spaccaviso sagt:
Diese Initiative hatte fremdenfeindliche Energie.
Gianni Guardavia sagt:
Jetzt bin ich beschämt.
Maria Spaccaviso sagt:
Ich meinte nicht dich.
Gianni Guardavia sagt:
Aber es landet in mir.
Beide schweigen.
Beide schauen weg.
Zwei Sprechblasen fallen
leise auf den Boden.
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Strophe 3 – Zurück ins Herz
Gianni Guardavia sagt:
Ich will niemanden kleiner machen.
Maria Spaccaviso sagt:
Ich will dich nicht beschämen.
Gianni Guardavia sagt:
Ich brauche ehrliche Grenzen.
Maria Spaccaviso sagt:
Ich brauche offene Türen.
Beide sagen:
Vielleicht beginnt Demokratie
nicht mit dem letzten Wort,
sondern mit dem ersten Hören.
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Refrain
Mir ist wichtig.
Dir ist wichtig.
Unter jedem Satz
schlägt ein Herz.
Mir ist wichtig.
Dir ist wichtig.
Bevor wir sagen:
Du bist falsch.
⸻
Outro
Beziehung trägt Entscheidung.
Entscheidung schützt Beziehung.
Wir decken einen Tisch
für die Sprechblasen, die noch fehlen.
Mmmh — mir ist wichtig.
Mmmh — dir ist wichtig.
Mmmh — wir hören hin,
bevor es wieder kippt.
...
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A) Für das Gelingen des Workshops ist es erforderlich, dass TeilnehmerInnen von Beginn bis Ende anwesend sind. Sollte Dir dies nicht möglich sein, wende Dich bitte vor der Anmeldung an die Veranstalter.
B) Der Workshop dient der Persönlichkeitsbildung und bietet intensive Lernerfahrungen. Das kann unter Umständen emotional herausfordernd sein. Solltest Du in psychotherapeutischer Behandlung sein, bitten wir Dich, mit uns Kontakt aufzunehmen.