
Eine sechsteilige Anti-Kurs-Serie von September bis Dezember 2026 in Zürich.
Wir müssen nicht noch mehr tragen. Care und Selfcare dürfen wieder ins Gleichgewicht kommen.
Wir nennen diese Serie Anti-Kurs, weil wir keinen weiteren Kurs anbieten wollen, in dem Menschen noch mehr wissen, noch mehr leisten, noch mehr reflektieren und noch mehr an sich arbeiten müssen.
Wir öffnen einen lokalen Resonanzraum für Menschen, die spüren: So wie bisher geht es nicht weiter. Nicht in Beziehungen. Nicht in Nachbarschaften. Nicht in Gruppen. Nicht in Organisationen. Und auch nicht im eigenen Nervensystem.
Weil Care und Selfcare aus dem Lot geraten sind. Hier darfst du ankommen. Zuhören. Wahrnehmen. Ausprobieren. Weitergehen.
Weniger perfekt – mehr verbunden.
Für wen ist der Anti-Kurs?
Für Menschen, die nicht noch mehr Theorie brauchen, sondern einen tragenden Resonanzraum zum Ankommen, Zuhören, Wahrnehmen, Ausprobieren und Weitergehen.
Für Menschen, die Care und Selfcare im Gleichgewicht praktizieren wollen.
Für Menschen, die viel tragen.
Für Menschen in Übergängen.
Für Engagierte, Erschöpfte, Neugierige und Zweifelnde.
Für Nachbarschaften, Gruppen, Vereine, Initiativen und Organisationen.
Offen für alle, die mitgestalten wollen – unabhängig von Herkunft, Lebensform, Alter oder Vorerfahrung.
Du brauchst keine Vorkenntnisse.
Du musst nichts leisten.
Auch Schweigen darf mitmachen.
Die sechs Termine
Mittwoch, 23. September 2026
Boden spüren
Wie komme ich in Kontakt mit mir, dir, der Gruppe und dem Thema?
Wir beginnen langsam. Der Körper darf ankommen, bevor etwas verstanden, erklärt oder entschieden werden muss. Wir legen einen Vertrauensboden: Was gibt mir das Gefühl, dazuzugehören? Welcher Raum macht mich nicht kleiner?
Samstag, 3. Oktober 2026
Zuhören
Was ist wirklich im Raum?
Wir üben Zuhören als innere Gastfreundschaft. Nicht alles muss sofort gelöst werden. Es darf zuerst wahrgenommen werden: Erschöpfung, Hoffnung, Widerstand, Humor, Müdigkeit, Mut, Scham, Sehnsucht, Wut oder Zweifel.
Samstag, 17. Oktober 2026
Verkörpern
Wofür stehe ich? Wofür stehen wir?
Wir erkunden, wie Care und Selfcare im Körper, in Rollen, in Spannungen und in Beziehungen sichtbar werden. Was hilft uns, ehrlicher zu sprechen, ohne uns kleiner zu machen? Wie bleiben wir in Kontakt, wenn es schwierig wird?
Mittwoch, 11. November 2026
Öffnung und Versuche
Wie werden wir handlungsfähig
Wir lassen entstehen, was kleiner, echter und tragfähiger sein kann. Keine perfekte Lösung. Keine grosse Rettungsfantasie. Sondern kleine Prototypen für den Alltag: Räume, Rollen, Rahmen und Rhythmen, die Beziehung stärken.
Samstag, 28. November 2026
Mit Humor scheitern und lernen
Wo marschiere ich noch, obwohl das Leben längst swingt?
Vom Marsch zum Swing beschreibt eine soziale Bewegung: weg vom Gleichschritt, weg von Härte, weg vom inneren Befehl. Hin zu Atem, Kontakt, Spiel, Hören und Antworten.
Wir würdigen erste Versuche, lernen aus dem Scheitern und fragen: Was ist der kleinste nächste Schritt, der tragfähige Beziehung stärkt?
Samstag, 12. Dezember 2026
Feiern, würdigen, integrieren
Was will weiterleben?
Wir feiern keine perfekten Projekte. Wir würdigen unperfekte Prototypen, kleine Schritte, gescheiterte Versuche, berührende Momente und neue Möglichkeiten.
Was will weiterleben?
Welcher Same möchte weiter gepflegt werden?
In welcher Beziehung, Gruppe oder Gemeinschaft?
Zeiten
Mittwoch: 19.00–22.00 Uhr
Ankommen ab 18.15 Uhr
Samstag: 10.00–14.00 Uhr
Ankommen ab 9.15 Uhr
Ort
(wird mit dem Anmeldeschluss bekannt gegeben)
Zürich
Leitung und Gastgeber
Katrin Sauter und Christof Suppiger
Spürnasen GmbH
Projekt GEMEINSCHAFT WAGEN
Was geschieht im Anti-Kurs?
Wir arbeiten mit Körper, Stimme, Stille, Humor, Zuhören, Kreisformen, kleinen Experimenten und einfachen Prototypen für den Alltag.
Nicht als Methode zum Funktionieren.
Sondern als Praxis für Beziehung, Würde und tragfähige nächste Schritte.
Der rote Faden:
Ankommen.
Gemeinsam forschen.
Integrieren.
Würdigen.
Im Alltag verankern.
Am Ende steht nicht die perfekte Lösung.
Am Ende steht ein Netz von Menschen, Fragen, kleinen Vorhaben und tragfähigen Beziehungen.
So ist ein Termin aufgebaut
Jeder Anti-Kurs-Termin folgt einem einfachen 5er-Rhythmus. Dieser Rhythmus gibt Orientierung, ohne den Raum starr zu machen.
1. Ankommen und Verbindung aufnehmen
Was brauche ich, was braucht die Gruppe, um in Verbindung zu kommen?
Wir landen im Körper, im Raum, in der Gruppe und beim Thema. Was schon da ist, darf wahrgenommen werden.
2. Gemeinsam forschen
Was zeigt sich heute in Bezug zum Thema?
Wir erkunden mit Neugier und ohne Druck, was sichtbar wird: in mir, zwischen uns, in der Gruppe und im weiteren Feld.
3. Integrieren und Optionen erkunden
Was resoniert in mir? Welche Optionen will ich erkunden?
Erfahrungen werden eingeordnet, verkörpert und verdichtet. Aus dem Wahrgenommenen entstehen mögliche Richtungen.
4. Lernerfahrung würdigen
Welche Aha-Erfahrungen nehme ich mit?
Wir würdigen, was gewachsen ist, was berührt hat, was getragen hat und welche Frage bleiben will. Kein Zwang zur schönen Erkenntnis.
5. Nächste Schritte im Alltag verankern
Was will ich im Alltag mehr beachten? Wie möchte ich wirksam sein?
Jede Person formuliert einen kleinen Prototyp, eine Beobachtungsaufgabe oder einen nächsten stimmigen Schritt bis zum nächsten Treffen.
Haltung
Beziehung trägt Entscheidung.
Entscheidung schützt Beziehung.
Care braucht Selfcare.
Selfcare braucht Beziehung.
Verantwortung braucht Räume, Rollen, Rahmen, Rhythmen, Richtung und menschliche Reife.
Wir nennen das bei GEMEINSCHAFT WAGEN auch:
Strukturelle Liebe.
Fachlicher gesagt: würdesensible Beziehungsarchitektur.
Einfacher gesagt: Räume, in denen Menschen nicht kleiner werden müssen, um dazuzugehören.
Was diesen Raum anders macht
Dies ist kein klassischer Kurs.
Keine Therapie.
Kein Coaching-Blabla.
Kein Training zur Selbstoptimierung.
Kein Ort, an dem du dich beweisen musst.
Es ist ein gehaltener Praxisraum.
Mit klarer Rahmung.
Mit freiwilliger Teilnahme.
Mit Humor ohne Zwangsfröhlichkeit.
Mit Körper ohne Performancepflicht.
Mit Stille ohne Druck.
Mit Beziehung ohne Übergriff.
Du darfst da sein, bevor du etwas kannst.
Preise
Selbsteinschätzung und Vertrauen. Ohne Begründung. Ohne Beschämung.
Der Anti-Kurs arbeitet mit vier Preisstufen. Du wählst selbst, was für dich stimmig und tragbar ist.
Basispreis — CHF 40.– pro Termin
Für Menschen mit wenig finanzieller Luft.
Richtpreis — CHF 80.– pro Termin
Deckt Raum, Vorbereitung, Durchführung und Nacharbeit.
Solidaritätspreis — CHF 120.– pro Termin
Für Menschen, die etwas mehr tragen können, damit andere mitkommen.
Förderpreis — CHF 160.– pro Termin
Für Menschen, Organisationen oder Institutionen, die GEMEINSCHAFT WAGEN bewusst mittragen wollen.
Einzelne Termine oder die ganze Serie sind buchbar.
Ganze Serie
Bei Buchung der ganzen Serie mit sechs Terminen gelten folgende Beträge:
| Preisstufe | Pro Termin | Ganze Serie |
|---|---|---|
| Basispreis | CHF 40.– | CHF 240.– |
| Richtpreis | CHF 80.– | CHF 480.– |
| Solidaritätspreis | CHF 120.– | CHF 720.– |
| Förderpreis | CHF 160.– | CHF 960.– |
Anmeldung
Wenn dich dieser Anti-Kurs anspricht, melde dein Interesse an (Kontaktformular) oder auch gleich definitiv (Anmeldeformular)
Du musst noch nicht alles wissen.
Du musst dich nicht perfekt erklären.
Es reicht, wenn du spürst: Ich möchte diesem Raum eine Chance geben.
Kein Kurs. Zum Glück.
Weniger perfekt – mehr verbunden.
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Anmeldeschluss 9. September 26
Es können einzelne Termine gebucht werden oder die ganze Serie.
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A) Für das Gelingen des Workshops ist es erforderlich, dass TeilnehmerInnen von Beginn bis Ende anwesend sind. Sollte Dir dies nicht möglich sein, wende Dich bitte vor der Anmeldung an die Veranstalter.
B) Der Workshop dient der Persönlichkeitsbildung und bietet intensive Lernerfahrungen. Das kann unter Umständen emotional herausfordernd sein. Solltest Du in psychotherapeutischer Behandlung sein, bitten wir Dich, mit uns Kontakt aufzunehmen.
