Wenn der Saft kippt: Frühwarnsignale fürs Wir – Notizen aus einer künstlerischen Korrespondenz

Ein Baum kann lange ausgleichen. Er verteilt seinen Saft, kompensiert Trockenheit, hält das System stabil – bis zu einem Punkt, wo er es nicht mehr kann. Dann kippt es. Nicht dramatisch. Nicht mit Pauken und Trompeten. Sondern leise, scheinbar plötzlich, in Wahrheit schon lange angekündigt. Seit ich mit einem Mitentwickler über Frühwarnsignale in Gruppen und Beziehungen nachdenke, begleitet mich dieses Bild. Wir entwickeln zusammen ein Clownspiel. Und je länger ich daran arbeite, desto deutlicher merke ich: Es geht nicht nur ums Theater. Es geht um die Art, wie ich selbst in Gemeinschaften stehe. Wie ich Saft abgebe, Saft halte, Saft verliere. Und wie selten ich rechtzeitig bemerke, wann es eng wird.

Der Saft ist keine Moral. Er ist Physik.

April 2025 · Lesezeit: ca. 9 Minuten

Im Spiel, das wir «Der Saft-Kanister» nennen, steht Saft für das, was im Raum spürbar ist, bevor jemand es beweisen kann: Aufmerksamkeit, Vertrauen, Atem, Humor, Zeit, Wohlwollen. Diese Dinge sind nicht abstrakt. Sie sind körperlich. Man spürt, wenn sie nachlassen. Die Luft wird dünner. Stimmen werden schärfer. Blicke weichen aus. Der Körper beginnt früher zu wissen als der Kopf.

Ich habe lernen müssen – und lerne es noch –, dass das kein moralisches Versagen ist. Wenn in einem Gespräch, in einer Gruppe, in einer Beziehung der Saft zur Neige geht, ist das nicht automatisch, weil jemand böse war. Oft ist schlicht die Kompensation erschöpft. Wie beim Baum: Er kann lange ausgleichen. Und irgendwann kann er es nicht mehr.

Was mich daran trifft: Wie oft habe ich genau in diesem Moment mehr Sprache produziert, mehr Erklärung, mehr Einordnung – statt zu merken, dass weniger gerade mehr gewesen wäre? Wie oft habe ich die Leere gefüllt, weil ich ihre Spannung nicht aushalten wollte? Und wie oft habe ich dieses Füllen sogar noch mit Fürsorge verwechselt?

KRONE und WURZEL: zwei Teile in mir

Für das Spiel haben wir Figuren entwickelt. KRONE: schnell, brillant, diagnostizierend, ordnend, stark in Deutung. WURZEL: langsam, körpernah, gegenwärtig, fähig zu Pause und Bodenkontakt.

Ich erkenne mich in beiden. Ich habe eine ausgeprägte KRONE-Seite. Sie ist klug. Sie formuliert gut. Sie sieht Muster schnell. Sie kann benennen, was im Feld liegt. Aber genau diese Fähigkeit ist nicht unschuldig. Sie ist nicht einfach Gabe. Sie kann auch Zugriff werden.

WURZEL sagt: «Als du vorhin gesagt hast …»
KRONE sagt: «Das Muster hier ist …»

Nur eine dieser Stimmen bleibt sicher beim Ereignis. Die andere ist schon einen Schritt darüber. Das kann hilfreich sein. Es kann aber auch Raum besetzen, bevor andere überhaupt ankommen konnten.

Darum stelle ich mir inzwischen öfter eine unangenehme, aber heilsame Frage: Wann benutze ich Sprache als Kontakt – und wann benutze ich sie als Kontrolle? Wann erkläre ich, damit ich näher komme – und wann, damit ich nicht so nah muss?

Das ist keine Selbstabwertung. Das ist eine Form von Würde. Genauer hinsehen, ohne mich klein zu machen.

Was zwischen den Zeilen mitschwingt: Deutungsmacht

Hier möchte ich nichts beschönigen, was im Material bereits da ist, aber leicht zu schnell als bloss poetisches Bild durchgeht: Der Saft ist in Gruppen nicht gleichmässig verteilt. Es gibt Menschen, die Atmosphäre halten, Spannungen ausgleichen, Unsicherheit puffern, Humor bereitstellen, Übergänge weich machen. Und es gibt andere, die davon leben, ohne es zu merken. Diese Ungleichverteilung ist nicht zufällig. Sie folgt oft vertrauten Mustern: Rolle, Alter, Geschlecht, Status, Sprachmacht, Bildung, Präsenz.

Darum reicht es nicht, nur über Resonanz zu sprechen. Ich muss auch über Macht sprechen.

SAFTWART, der Facilitator-Clown im Spiel, zeigt nur an. Er leitet nicht. Er diagnostiziert nicht. Er kommentiert den Pegel. Das ist als Figur klug. Aber selbst das ist schon eine Machtposition. Wer zeigt an? Wessen Wahrnehmung gilt? Wer setzt die Marke, unter der es «kritisch» wird? Wer darf sagen: Jetzt ist zu viel? Und wer hat gelernt, es lieber gar nicht erst zu sagen?

Ich sitze selbst oft in Facilitation-Rollen. Ich weiss, dass diese Rolle Deutungsmacht trägt – auch wenn ich still bin. Vielleicht gerade dann. Denn Stille ist nicht automatisch unschuldig. Sie kann einladen. Sie kann aber auch einengen. Präsenz kann halten. Präsenz kann sich aber auch über andere legen, wenn sie nicht zugleich durchlässig, selbstkritisch und begrenzt bleibt.

Der blinde Fleck liegt für mich genau hier: Was ich als Resonanz erlebe, ist nicht immer nur Resonanz. Es kann auch Übertragung darin liegen. Projektion. Überhöhung. Das Bedürfnis, dass jemand im Raum mehr weiss, mehr hält, mehr ordnet, als ein Mensch eigentlich halten kann. In spirituellen, therapeutischen oder gruppendynamisch dichten Räumen wird dieser Zwischenraum schnell stark. Dann braucht es nicht nur Tiefe, sondern Form. Nicht nur Offenheit, sondern Grenze. Nicht nur Vertrauen, sondern Sprache für Schutz.

Der Kipp-Moment ist physisch, nicht moralisch

Die Forschung zu komplexen Systemen beschreibt ein Phänomen, das «critical slowing down» genannt wird: Je mehr ein System an Resilienz verliert, desto langsamer findet es nach einer Störung in ein Gleichgewicht zurück. Die Ausschläge werden grösser. Die Rückkehr dauert länger. Das ist kein Urteil. Es ist ein Hinweis.

Im Zwischenmenschlichen kenne ich das gut. Wenn es in Gruppen kippt, brauche ich nach kleinen Reibungen unverhältnismässig viel Erholung. Wenn Beziehungen fragiler werden, kosten kleine Missverständnisse plötzlich enorm viel Kraft. Wenn mein Körper nicht mehr herunterfährt, obwohl mein Kopf längst sagt: Es ist doch alles gut.

Für mich ist das eines der wichtigsten Lernfelder geworden: Der Körper lügt weniger höflich als der Kopf. Er meldet früher. Er meldet präziser. Aber ich habe lange gelernt, über ihn hinwegzugehen – mit Einsicht, mit Sprache, mit Funktionieren.

Das Clownspiel versucht, genau diesen Kipp-Moment spielbar zu machen. Nicht als Katastrophe. Als Schwelle. Der Kanister steht unter der Markierung. Alle sehen es. Zuerst kommen Reparaturversuche: zu schnell, zu laut, zu klug, zu viel. Dann sagt SAFTWART: «Mehr Worte leeren uns weiter. Jetzt Leere.»

Und dann: zehn Sekunden. Füsse spüren. Atmen. Niemand erklärt. Niemand verteidigt. Niemand diagnostiziert.

Ich übe das. Wirklich üben. Weil ich gemerkt habe, dass zehn Sekunden echte Stille für mich oft anspruchsvoller sind als ein ganzes kluges Gespräch.

Das Leere-Ritual: was in mir widersteht

Im Spiel folgt nach der Stille ein einfacher Satz pro Person: «In mir passiert jetzt – ohne Geschichte.»

Das klingt schlicht. Für mich ist es radikal. Denn mein erster Impuls ist fast immer, sofort eine Brücke zu bauen: «… was daran liegt, dass …» Oder: «… was ich verstehe, weil …» Ich will einbetten, kontextualisieren, verständlich machen.

Aber manchmal ist genau das zu viel. Nicht jede innere Regung muss sofort in Sinn überführt werden. Nicht jedes Gefühl braucht Deutung, bevor es einen Platz bekommen darf.

Was der andere dann vielleicht braucht, ist nicht meine Konstruktion, sondern meine Anwesenheit. Dass ich sage: «Brust eng, Bauch hart, ich will gerade gewinnen.» Oder: «Ich bin heiss und ich merke, wie ich innerlich dicht mache.» Ohne Bühne. Ohne Auftritt. Ohne psychologische Verpackung.

Ich schreibe mir das auch für meinen Alltag hin: in Projekten, in Gesprächen mit Männern, in der Familie, in der Facilitation, im Schreiben. Ich bin oft tragfähiger, wenn ich weniger konstruiere und mehr spüre. Nicht immer. Aber deutlich öfter, als ich lange wahrhaben wollte.

Grenze ist nicht Abwehr. Grenze ist Kontakt.

Am Ende des Spiels kommt das Schwierigste: eine Bitte formulieren, ohne Diagnose. KRONE muss sagen: «Ich bitte um zwanzig Sekunden, um langsamer zu werden» – statt: «Das Tempo hier ist ungesund.»

Das ist nicht weichgespült. Es ist präziser. Eine Bitte, die bei mir bleibt, gibt mir Würde. Und sie gibt dem anderen die Möglichkeit, zu antworten, statt reflexhaft in Verteidigung zu gehen.

WURZEL sagt im Spiel eine klare Grenze, freundlich und nüchtern: «Wenn Diagnosen kommen, ziehe ich mich innerlich zurück.» Ich mag diesen Satz, weil er nichts beschuldigt und nichts versteckt. Er droht nicht. Er informiert. Er macht sichtbar, was sonst oft still im Innern geschieht: Rückzug, Erschöpfung, Verdichtung, Verlust von Kontakt.

Ich habe lange geglaubt, Grenze sei etwas Trennendes. Etwas, das Beziehung gefährdet. Heute lerne ich langsamer und hoffentlich gründlicher: Grenze ist oft das, was Beziehung überhaupt erst möglich macht. Ich kann nur dann wirklich nah sein, wenn ich spüre, wo mein Innen aufhört und wo das Aussen beginnt. Wo ich verantwortlich bin – und wo nicht mehr.

Gerade in dichten menschlichen Feldern ist das zentral. Sonst wird Nähe schnell klebrig. Verantwortung wird unscharf. Projektion verkleidet sich als Verbundenheit. Und das, was wie Tiefe aussieht, trägt im Alltag nicht.

Die eigentliche Reifungsaufgabe beginnt nach dem intensiven Moment

Das beschäftigt mich vielleicht am meisten: Nicht die dichte Erfahrung selbst ist die Hauptsache. Sondern was danach mit ihr geschieht.

Kann ich eine Erkenntnis in einen alltagstauglichen Satz übersetzen? Kann ich nach einem intensiven Gruppenmoment am Dienstag freundlicher und klarer um eine Pause bitten? Kann ich in der Familie früher merken, wann ich auf Deutung schalte, statt auf Kontakt? Kann ich in beruflichen Rollen benennen, wo meine Präsenz hilfreich ist – und wo sie schon zu viel wird? Kann ich in der Männerarbeit Räume fördern, in denen nicht nur Tiefe, sondern auch Schutz, Form und gegenseitige Verantwortlichkeit wachsen?

Ich möchte mich nicht länger nur dafür interessieren, was tief ist. Ich möchte mich dafür interessieren, was trägt.

Das heisst für mich inzwischen ganz praktisch: weniger Überhöhung, mehr Boden. Weniger implizite Erwartungen, mehr klare Absprachen. Weniger charismatische Dichte, mehr verteilte Verantwortung. Weniger Feldsprache ohne Rückbindung, mehr Körper, Grenze, Nachgespräch, Integration.

Schlussbild: der Kanister bleibt unvollständig

Der Kanister wird im Spiel nicht wieder voll. Vielleicht ist das das ehrlichste Bild überhaupt. Gemeinschaft ist kein Happy End. Kein Zustand makelloser Harmonie. Eher ein anderer Modus: verletzlicher, präziser, weniger geglättet, weniger berauscht.

Alle stehen im Kreis. Der Kanister steht da, halb gefüllt. Und SAFTWART sagt: «Nicht perfekt. Aber verbunden genug, um zu bleiben.»

Diesen Satz möchte ich nicht nur auf die Bühne stellen. Ich möchte ihn üben. Für den Dienstag, wenn ein Gespräch enger wird. Für die Sitzung, in der ich merke, dass der Raum kippt. Für einen Abend zuhause, wenn meine Energie knapp ist und trotzdem noch jemand da ist, der mich braucht. Für mein Schreiben. Für meine Facilitation. Für meine Beziehungen. Für die Männerarbeit. Für das langsame Lernen, dass Verbundenheit nicht aus Perfektion entsteht, sondern aus Klarheit, Grenze und genug Verantwortung auf mehreren Schultern.

Nicht perfekt. Aber verbunden genug, um zu bleiben.

Innehalten

Ich sitze mit diesen Fragen: Wie erkenne ich bei mir den Kipp-Moment früher – nicht erst, wenn ich schon im Erklären bin? Welche meiner Gewohnheiten nähren den Saft, welche saugen ihn ab? Wo trage ich Deutungsmacht, ohne sie zu benennen? Und wo brauche ich in Zukunft nicht nur mehr Tiefe, sondern mehr Form, Nüchternheit und Schutz?

Ausatmen

Was mich an diesem Projekt mit einem Mitentwickler trägt: Wir machen keine Moral auf der Bühne. Kein Lehrstück. Kein Therapieangebot. Keine Selbsthilfeanleitung. Sondern ein Stück Kunst, das fragt. Ein Bühnenmoment, der etwas sichtbar macht, was viele kennen, aber selten so genau benennen.

Vielleicht kann gerade der Clown das. Nicht weil er harmlos ist. Sondern weil er anzeigt, ohne sich sofort über andere zu stellen. Weil er die Lächerlichkeit unserer Muster sichtbar machen kann, ohne die Würde zu zerstören. Und weil er nach dem Zeigen wieder still werden darf.

Fragen zur Weiterfahrt

  • Wann hast du zuletzt gespürt, dass der «Saft» in einem Gespräch oder in einer Gruppe zur Neige ging – und woran hat dein Körper es zuerst gemerkt?

  • Gibt es in deinem Umfeld Menschen, die regelmässig mehr Atmosphäre halten, als andere wahrnehmen oder würdigen?

  • Wo ist dein eigener KRONE-Impuls stark? Und wo könnte weniger Diagnose, weniger Tempo, weniger Einordnung mehr Kontakt ermöglichen?

  • Wie klingt für dich ein Satz, der Grenze ist, ohne Abwehr zu werden?

Was müsste in deinen Gruppen, Beziehungen oder Projekten klarer vereinbart werden, damit Tiefe nicht auf Kosten von Schutz und Würde entsteht?

Weiterlesen

M. Scheffer et al.: Early-warning signals for critical transitions
V. Dakos et al.: Bumpy roads to early warning theory
Marshall B. Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation
M. Scott Peck: A Different Drum – Community Making and Peace
Community Building International: Our Method

Quellen

Scheffer, M. et al. (2009): Early-warning signals for critical transitions. Nature, 461, 53–59.

Dakos, V. et al. (2024): Bumpy roads to early warning theory. Earth System Dynamics.

Sevanto, S. et al. (2014): How do trees die? Plant, Cell & Environment, 37.

McDowell, N. et al. (2018): Mechanisms of plant survival and mortality during drought.

Rosenberg, M. B. / CNVC: The 4-Part NVC Process.

Peck, M. Scott (1987): A Different Drum – Community Making and Peace.

Community Building International: Our Method.

Anonymisierte künstlerisch-konzeptionelle Korrespondenz und interne Arbeitsnotizen zum Clownspiel «Der Saft-Kanister» (laufend, 2024–2025), unveröffentlicht.

Weiterhin in meinen Blogartikeln....

  • Küchler, B. (2024). Weil es so nicht weitergeht: Innere Entwicklung und Führungskultur der Zukunft. Vahlen Versus.
  • Peck, M. S. (1987). The Different Drum: Community Making and Peace. Touchstone.
  • PH Zürich (o.J.). Podcast Resonanzraum Bildung. https://phzh.ch/de/weiterbildung/resonanzraum-bildung/podcast-resonanzraum-bildung/
  • Rosa, H. (2019). Unverfügbarkeit. Residenz Verlag.
  • Scharmer, C. O., & Kaufer, K. (2025). Presencing: 7 Practices for Transforming Self, Society, and Business. Berrett-Koehler Publishers.
  • Suppiger, C. (o.J.). Care Community: Gemeinschaft wagen. https://christofsuppiger.org

KI-Transparenz: Dieser Beitrag wurde in kollaborativem Dialog mit Le Chat (Mistral AI, europäische KI) entwickelt. Die Gedankenführung, theoretische Verknüpfung und Praxisbezüge stammen von mir, Christof Suppiger, die strukturelle und sprachliche Ausarbeitung erfolgte im gemeinsamen Prozess.

Möchtest du Infos zu co-kreativen Resonanzräumen der Caring Communty Gemeinscahft wagen?

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Buchtipp: Essbar sein  Andreas Weber

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»Nichts ist unökologischer als Unsterblichkeit. Nichts ist weniger egalitär in einer Welt der Sterblichen, in einer Welt, die davon zehrt, dass sie essbar ist und nur so sich jeden Tag neu gebären kann. Das eigene Ego in den Vordergrund zu stellen, heißt Anspruch auf Unvergänglichkeit zu erheben. Das ist die ökologische Todsünde.« »Das Blut, das in unseren Adern schwillt und ebbt, hat einen bestimmten Salzgehalt. Das Salz in unserem Blut beweist, dass unsere Körperflüssigkeit in direkter Linie dem Meer entstammt. Das Leben wurde im Meer geboren und wir tragen es noch in uns. Auch Landwesen haben das flüssige Milieu ihrer Herkunft in ihren Zellen und deren wässrigen Zwischenräumen eingeschlossen. Wenn wir eine Träne weinen, schmecken wir auf der Zunge das Meer, dem das Leben entstammt.«

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