Christof Suppiger · Männerarbeit
Vom Marsch zum Swing.
Eine sechsteilige Lernreise für Männer. Geplant für 2027.
Wie kann ich als Mann in Kontakt sein – mit mir, mit anderen Männern, mit den Menschen, mit denen ich lebe? Was hilft mir, Nähe zuzulassen, Grenzen zu achten und Verantwortung zu übernehmen?
Wir öffnen einen Spiel- und Forschungsraum für diese Fragen. Hier darfst du ankommen. Zuhören. Den Körper wahrnehmen. Freundschaft wagen. Ausprobieren, was im Alltag trägt.
«Vom Marsch zum Swing» lädt ein, beweglicher zu werden: den eigenen Rhythmus finden, auf andere hören und antworten können. Auch Pausen, Unterschiede und ein Nein haben darin Platz.
| Begegnung | Thema | Leitfrage |
|---|---|---|
| 1 | Boden spüren und da sein | Wo funktioniere ich – und was brauche ich heute? |
| 2 | Zuhören und Freundschaft wagen | Wie höre ich, ohne gleich zu lösen? |
| 3 | Herkunft würdigen und Position finden | Was trage ich weiter – und was soll mit mir enden? |
| 4 | Begehren und Grenzen verkörpern | Wie bleiben Ja, Nein und Nicht jetzt frei? |
| 5 | Care übernehmen und handeln | Was trage ich künftig verlässlich mit? |
| 6 | Vom Marsch zum Swing | Was ist beweglicher geworden – und was will weiterleben? |
Vorgesehen: sechs Begegnungen 2027, monatlich an einem Samstag von 10–13 Uhr. Ein gemeinsamer Ausklang bis 15 Uhr ist optional geplant. Die genauen Daten und der Ort folgen.
Für Männer, die Beziehung, Fürsorge und Verantwortung im eigenen Leben erkunden möchten. Für Neugierige und Zweifelnde, für Männer in Übergängen und für jene, die merken, dass das gewohnte Funktionieren allein nicht mehr trägt.
Unterschiedliche Lebensformen, sexuelle Orientierungen und Erfahrungen mit Männlichkeit dürfen sichtbar werden. Vorkenntnisse in Körperarbeit, Tanz oder Gruppenprozessen sind nicht nötig.
Du musst dich nicht beweisen. Auch Zuhören, Schweigen und Beobachten sind Formen der Teilnahme.
Wo funktioniere ich – und was brauche ich heute?
Wir beginnen langsam. Mit Bewegung, Stille und einer ersten Runde erkunden wir, wie es ist, als Mann da zu sein, ohne eine Rolle erfüllen zu müssen. Was gibt mir Halt? Wie viel Nähe und wie viel eigenen Raum brauche ich?
Ein möglicher Einblick: Eine einfache Bewegungssequenz und das Erkunden des eigenen Platzes im Raum.
Wie höre ich, ohne gleich zu lösen?
Wir üben, einander zuzuhören und eigene Bedürfnisse auszusprechen. Freundschaft bekommt Platz neben Partnerschaft, Familie und Arbeit. Wir fragen auch, wann Bildschirme Kontakt ermöglichen und wann sie Begegnung ersetzen.
Ein möglicher Einblick: Ein Gespräch zu zweit: Einer spricht, einer hört zu. Ratschläge gibt es nur auf Wunsch.
Was trage ich weiter – und was soll mit mir enden?
Väter, andere Bezugspersonen und überlieferte Männerbilder prägen unsere Vorstellungen. Wir betrachten, was uns trägt und welche Erwartungen eng geworden sind. Daraus kann eine eigene Position entstehen: Was will ich bewahren, verändern oder neu beginnen?
Ein möglicher Einblick: Privates Schreiben zu einer prägenden Männergeschichte und ein spielerischer Rollenwechsel.
Wie bleiben Ja, Nein und Nicht jetzt frei?
Wir erkunden Selbstkontakt, Wünsche und Grenzen. Lust, Scham und Unsicherheit dürfen benannt werden, soweit jede Person das möchte. Führen und Folgen werden zu wählbaren Möglichkeiten; ein klares Nein gehört ebenso dazu wie ein neugieriges Ja.
Ein möglicher Einblick: Berührungsfreie Übungen zu Abstand, Tempo und Wahlmöglichkeiten, angeregt durch EET.
Was trage ich künftig verlässlich mit?
Fürsorge wird konkret: Wer denkt voraus, organisiert, hört zu, pflegt und hält Beziehungen lebendig? Wir schauen auf sichtbare und unsichtbare Arbeit. Jeder entwickelt einen kleinen Schritt, der zur eigenen Kraft passt und mit den betroffenen Menschen abgesprochen wird.
Ein möglicher Einblick: Eine persönliche Care-Landkarte und eine kurze Fallberatung zu einer Alltagssituation.
Was ist beweglicher geworden – und was will weiterleben?
Wir würdigen Erfahrungen, offene Fragen und misslungene Versuche. Mit Rhythmus und Humor erkunden wir das Zusammenspiel von eigenem Ausdruck und gemeinsamem Puls. Was möchte ich weiterüben? Wo braucht es eine Reparatur? Welche Verbindung möchte ich pflegen?
Ein möglicher Einblick: Ein gemeinsames Rhythmusspiel und eine Lernkarte für den nächsten Schritt.
Ein Forschungsprojekt von Christof Suppiger. Die Lernreise verbindet seine Auseinandersetzung mit Männerarbeit, Gemeinschaft, Körperwahrnehmung und Beziehung. Sie knüpft an die Praxis von Gemeinschaft wagen und an den Anti-Kurs «Kein Kurs. Zum Glück.» an.
Die Besetzung der Leitung und weitere Zuständigkeiten werden im Aufbau geklärt.
Wir arbeiten mit Körper, Stimme, Stille, Zuhören, Kreisgesprächen, Humor und kleinen Versuchen im Alltag. Eine Bewegung kann etwas sichtbar machen, für das noch Worte fehlen. Ein Gespräch kann eine neue Frage öffnen. Eine klare Absprache kann eine Beziehung entlasten.
Die Übungen werden dem jeweiligen Thema und der Gruppe angepasst. Körperliche Intensität, Nähe und persönliche Offenheit bleiben selbst gewählt. Beobachten, eine Übung verändern oder aussetzen ist möglich.
Ein verlässlicher Fünfer-Rhythmus gibt Orientierung und lässt Raum für das, was sich zeigt.
Zwischen den Begegnungen darf das Erlebte nachklingen. Ein persönlicher Versuch ist eine Einladung, kein Leistungsnachweis.
EET steht hier für Erotic Embodiment Training. Impulse daraus bereichern die Lernreise: bei mir ankommen, Bedürfnisse und Grenzen spüren und von dort in Beziehung gehen. Auch Begehren und Sexualität können als Themen des eigenen Erlebens Platz haben.
Wir erkunden Beweglichkeit zwischen Qualitäten wie zärtlich und kraftvoll, führen und folgen, Ausdruck und Innehalten. Diese Pole beschreiben Möglichkeiten des Handelns, keine festen Männer- oder Frauenrollen.
Die vorgesehenen Übungen sind eigene, berührungsfreie Übertragungen in diesen Männerraum. Du entscheidest, was du mitteilst. Die Lernreise ist kein EET-Ausbildungsgang.
Beziehung trägt Entscheidung. Entscheidung schützt Beziehung.
Care braucht Selfcare. Selfcare braucht Beziehung.
Wir erforschen, wie Männer miteinander lernen können, ohne sich über Stärke, Status oder das richtige Männerbild ordnen zu müssen. Herkunft darf gewürdigt, Macht benannt und Verantwortung konkret werden. Humor soll verbinden; er braucht keine Abwertung.
Das 8R-Orientierungsmodell richtet den Blick auf die Bedingungen, unter denen Begegnung tragfähig werden kann:
Wo können wir uns begegnen und zugleich Rückzug ermöglichen?
Wer begleitet, führt oder hört zu – und wie wechseln diese Aufgaben?
Wie bleiben Ja, Nein, Nicht jetzt und Ich weiss es nicht wirksam?
Welcher Wechsel von Begegnung, Pause und Alltag trägt?
Was möchten wir miteinander erforschen?
Wie tragen wir Spannung, Grenzen und Verantwortung?
Wer setzt Tempo und Deutung? Wer bleibt ungehört?
Wie gehen wir mit Missverständnissen und ungeübten Versuchen um?
Resonanz bleibt die unverfügbare Querdimension. Sie lässt sich einladen, aber nicht herstellen oder als Erfolg verlangen. Die acht R helfen beim Fragen und Gestalten; sie bewerten keine Menschen.
Die eigenständige 5S-Linse fragt nach Schutz, Stimme, Stopp, Stabilität und Selbstbestimmung. Sie ergänzt die acht R und macht den Rahmen im Alltag prüfbar: Kann ich mich äussern? Wird eine Pause respektiert? Weiss ich, an wen ich mich wenden kann?
Wir vereinbaren Vertraulichkeit, sprechen aus der eigenen Erfahrung und fragen, bevor wir Rat geben. Persönliche Geschichten bleiben bei den Menschen, die sie erzählen. Jede Person bestimmt über Nähe, Tempo und das, was sie teilen möchte.
Dieser Raum dient gemeinsamem Lernen und Erproben. Er ist keine Therapie und verspricht keine bestimmte Veränderung.
Der Teilnahmebeitrag, die Gruppengrösse und die Anmeldebedingungen werden mit dem organisatorischen Rahmen festgelegt und vor einer verbindlichen Anmeldung veröffentlicht. Ob einzelne Begegnungen oder nur die ganze Serie besucht werden können, wird dabei geklärt.
Spricht dich diese Lernreise an? Möchtest du mehr erfahren oder eine Frage zum Rahmen klären? Schreib mir über die Kontaktseite und nenne «Männer im Kontakt» als Thema.
Du kannst bereits jetzt unverbindlich Interesse mitteilen. Eine verbindliche Anmeldung ist erst möglich, wenn Termine, Ort, Beitrag und Bedingungen feststehen.
Weniger perfekt – mehr verbunden.
Die Lernreise fragt: Wie erleben und gestalten Männer Kontakt, Grenzen, Care und gemeinsame Verantwortung? Welche Möglichkeiten und Grenzen des 8R-Orientierungsmodells werden dabei sichtbar? Die sechs Begegnungen sind geplant und noch kein durchgeführtes Forschungsfeld.
Eine digitale Feldstation ist als freiwilliger Nachklang vorgesehen. Dieselben Fragen lassen sich auf Papier beantworten: Was klingt nach? Was hat mich getragen – und was brauche ich noch? Was möchte ich im Alltag ausprobieren oder beobachten?
Persönliche Notizen dürfen vollständig bei dir bleiben. Teilnahme, Dokumentation, Forschungsnutzung und Veröffentlichung werden getrennt vereinbart. Vor einer Nutzung persönlicher Beiträge werden Zweck, Zugriff und Umgang mit den Daten geklärt.
Diese Lernreise wächst aus der bisherigen Männerarbeit und dem Forschungsprojekt. Die Texte dokumentieren Positionen und Entwicklungsschritte; frühere Angebotsdaten gelten nicht als Termine dieser Serie.
A) Für das Gelingen des Workshops ist es erforderlich, dass TeilnehmerInnen von Beginn bis Ende anwesend sind. Sollte Dir dies nicht möglich sein, wende Dich bitte vor der Anmeldung an die Veranstalter.
B) Der Workshop dient der Persönlichkeitsbildung und bietet intensive Lernerfahrungen. Das kann unter Umständen emotional herausfordernd sein. Solltest Du in psychotherapeutischer Behandlung sein, bitten wir Dich, mit uns Kontakt aufzunehmen.