Die Fragen lieb haben

Fragenspeicher

a. „Was denken Sie, wäre die nützlichste Frage, die ich Ihnen stellen könnte?“

b. Was ist gerade jetzt, in diesem Moment?

c. Lass uns über irgendetwas sprechen! Du sprichst. Ich höre zu. Worüber möchtest du jetzt mit mir hier sprechen?

d. In was für einer Welt wollen wir leben?

e. Wie können wir eine Pandemie der Liebe kreieren?

f. Macht mich dieser Gegenstand glücklich?

g. How do I die before I die?

h. An der Kasse: Was kaufe ich? Woher kommt es? Wie lange war es unterwegs? Könnte ich stattdessen etwas kaufen, das lokal erzeugt wurde? Mussten es Kinder in Sklavenarbeit herstellen oder Tiere darunter leiden? Und die wichtigste Frage, die kein Großkonzern hören will, ist: Brauche ich das wirklich? (nach Jane Goodall)

i. Was würdest du tun (arbeiten), wenn für dein Einkommen gesorgt wäre?

x. Wer führt wen, und wohin – Führen in die Zukunft oder, von der Zukunft geführt?

x. Woher komme ich? Wer bin ich? Wohin gehe ich?

x.  Deine Lieblingsfrage?

Impuls Markus: Zukunft entsteht aus der Krise  Raupe-Puppe-Schmetterling Auszüge aus dem Buch „Zukunft entsteht aus Krise“ Geseko von Lüpke im Interview mit Nicanor Perlas

Impuls Gandhera

Antwort des Herzens

Man muss den Dingen
die eigene, stille
ungestörte Entwicklung lassen, die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann; alles ist Austragen – und
dann Gebären…
Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen
des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer kommen könnte.
Er kommt doch!
Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge, so sorglos, still und weit…
Man muss Geduld haben
gegen das Ungelöste im Herzen
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben, wie verschlossene Stuben
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.
Es handelt sich darum, alles zu leben. Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages in die Antwort hinein.

Rainer Maria Rilke

«(…) und ich möchte Sie, so gut ich es kann bitten, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst lieb zu haben, wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie jetzt nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antworten hinein.» Rainer Maria Rilke Zitat aus Briefe, erster Band: 1897 bis 1914, (Wiesbaden) 1950, 49