Frieden: In der Welt und im Innern. Ist Liebe politisch?

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Dialog-Event, co-kreativ im Wir-Raum

Di. 10. März 18.00-21.00 (für Anmeldung ganz nach unten scrollen)
Schulraum supi lernen, Scheuchzerstrasse 184, Zürich.

Anbei aus aktuellem Anlass ein Impuls Susanne Wie begrüsse ich einen mir lieben Menschen ohne die üblichen Rituale? Wie zeige ich ihm, was ich ihm oder ihr in diesem Moment wirklich zeigen will? Wie kann ich mich «zu-wenden» ohne zu berühren?“

Esther Räz, Stiftung Integrale Friedensförderung, Bern
Lewin Lempert, GSoA-Sekretär, Juso und SP, Zürich/Basel.
Christof Suppiger mit Salon-Team: ModerationCo-Organisation und kulinarische/künstlerische/musikalische/literarische Impulse.

Teilete*: Eine „Kultursuppe-und-ein-Bewusstseinsbrot-für-alle“ ist da, ebenso Besteck und Geschirr. Gerne kann zum Bereichern des Buffets mitgebracht werden, was man selber essen/trinken kann/mag, möglichst plastik- und verpackungsfrei. Bitte Food Waste (Verschwendung) vermeiden. „Goldschätze“ (Resten) nach Hause nehmen oder weiter schenken. Aus der transparenten Kasse kann nach Bedarf Geld gegeben oder Geld genommen werden.
Die Teilete ist als friedlichen Erfahrungs- und Austauschraum (im Sinne der Gemeinwohl-Ökonomie) für uns Teilnehmende an diesem Salon gedacht.

Von Esther Räz und Lewin Lempert vorab ein paar Gedanken zum Thema des Salons:

„Nur wenn unsere Handlungen in allen Lebensbereichen von einer friedlichen Grundhaltung gesteuert und von Achtsamkeit und Respekt getragen werden, kann in uns Frieden entstehen. Dies beginnt beim Frieden mit sich selbst und dem achtsamen Umgang mit der Natur und allen Lebewesen. Aus diesem inneren Frieden heraus erwächst die Kraft zum friedlichen Wirken gegen aussen – in der Familie, in der Gesellschaft, der Politik und der Wirtschaft.“ Esther Räz. Mehr Infos: https://www.integrale-friedensfoerderung.ch/

„Während in der Schweiz das Geld für eine existenzsichernde AHV angeblich fehlt, sollen total 15 Milliarden Franken für den Kauf neuer Kampfjets und neuer Panzer eingesetzt werden. Jahr für Jahr gibt die Schweiz fünf Milliarden Franken für die Armee aus und noch immer werden jährlich tausende junge Männer in diese Armee mit patriarchalen Rollen- und Hierarchievorstellungen indoktriniert. Gleichzeitig wird unsere humanitäre Verantwortung mit Füssen getreten: Schweizer Waffen werden in Kriegs- und Krisenregionen exportiert. Diese Schweizer Kriegstreiberei führt dazu, dass Menschen im Nahen und Mittleren Osten vor Schweizer Waffen flüchten müssen.“ Lewin LempertMehr Infos: https://www.lewinlempert.ch

Weitere Impulse zum Thema (aus evolve Magazin und evolve Radio)

Innere und äussere Friedensarbeit. evolve Radio mit Tom Steininger. Ein Gespräch mit Benjamin von Mendelsohn. Benjamin war viele Jahre war Leiter des Instituts für Globale Friedensarbeit im Zentrum für Friedensforschung in Tamera, Portugal.
Friedensstifter Wie mutige Menschen Gesellschaften in der Tiefe heilen Die Welt erlebt heute eine neue Form von Kriegen. Sie brechen nur noch selten zwischen Staaten, sondern meist im Herzen von Gesellschaften aus. Auf dem Weg zurück zum Frieden kommt Aktivisten aus der Zivilgesellschaft eine zentrale Rolle zu. Mit Mut, Kreativität und sozialen Erfindungen versuchen sie, kollektive Wunden von innen zu heilen. Michael Gleich
Ein radikales Leben für den Frieden. evolve Radio mit Tom Steininger Sabine Lichtenfels lebt in Portugal, wo sie mit ihrem Partner Dieter Duhm und vielen gemeinsamem Freunden seit über 20 Jahren das Lebens- und Friedensprojekt “Heilungsbiotop 1 Tamera” aufgebaut hat. Als Mitbegründerin von Tamera, Friedensbotschafterin, Theologin, Autorin, Leiterin der Globalen Liebesschule und der spirituellen Forschung in Tamera ist ihr Lebensmittelpunkt immer eine radikale Friedensarbeit.

Jerusalem – Stadt des Friedens?! Frieden steht im Namen dieser Stadt, die aus aller Welt Jahr für Jahr Pilger und Touristen anzieht. Seit Jahren führe ich in Jerusalem eine Studienreise im Rahmen der Lehrgänge Spirituelles Coaching und ZenGeist&Leadership durch. Seit ein paar Tagen bin ich einmal mehr zurück von einer solchen Reise. Für viele Israelis und Palästinenser ist der Frieden in dieser Stadt und im Land Israel/Palästina eine Illusion, scheint weit weg von jedem Realitätsbezug zu sein. Auf beiden Seiten gibt es jedoch Menschen, die das friedliche Zusammenleben beider Völker trotz allem hoch halten und Beziehungen über alle Grenzen hinaus aufbauen und pflegen. Sie besitzen nicht nur einen langen Atem. Sie haben ausserdem in sich einen Ort gefunden, der jenseits aller Verstrickungen, Gewalt und Willkür liegt. Sie sind fähig, die Lebensgeschichten der „anderen“ Seite anzuhören, sich dabei nicht zu rechtfertigen oder zu verteidigen sondern die Extreme in sich zu halten. Ihre Stimmen sind nicht laut und lärmig. Zu ihrem Schutz arbeiten sie nicht selten im Verborgenen.
Die Begegnung mit solchen Menschen macht Mut, gerade auch mit Blick auf die weltweit steigende Gewaltbereitschaft vieler Menschen und die Zunahme von diktatorisch geprägten Regimen. In dem von Gewalt und Willkür geprägten Land Israel/Palästina sind diese unermüdlichen Friedensstifter*innen für mich zu Lehrmeister*innen für mitfühlende Präsenz auch gegenüber Menschen, die mich ärgern oder die ich automatisch verurteile. Mitfühlende Präsenz nährt sich von einem offenen, weiten Geist, der nicht abwertet, sondern in jedem Gegenüber das ur-menschliche Antlitz erkennt. Jeder Mensch möchte nicht nur gesehen, sondern auch in seiner Tiefe erkannt sein und sich gleichzeitig zugehörig fühlen können. Dazu braucht er unser unvoreingenommenes, bedingungsloses JA zu jedem Menschen. Diese Haltung ist Schlüssel, um auch im Alltag Frieden in sich und mit anderen zu finden.
Im Gespräch mit Thomas Steiniger ist hier mehr zu erfahren: Radio evolve – das Heilige hüten.

Herzlich grüsst
Anna Myoan Gamma