Mi. 9.12. Integraler evolve Salon Zürich (verschoben)

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THEMENSPEICHER

Liebe Freundinnen und Freunde des Magazins evolve
Ja, wir erleben eine unsichere Zeit. Vieles, was uns selbstverständlich schien, ist fraglich geworden. In manchem, wo wir meinten, festen Grund zu haben, schwankt der Boden. In der neuen Ausgabe von evolve , mit dem Titel: „ Der Sinn des Lebens – und die Krisen unserer Zeit“ haben wir versucht, diese Krisen auch als Sinnkrise zu verstehen.
Wenn man den Blick so weit öffnet und so grundlegende Fragen stellt, dann – das ist unsere Hoffnung – kann man die zahlreichen aktuellen Herausforderungen neu und noch einmal anders verstehen.
In meinem Artikel „AUF DER SUCHE NACH WEISHEIT – Wege aus der Sinnkrise“ gehe ich der Analyse des kanadischen Kognitionswissenschaftlers John Vervaeke nach, der mich sehr beeindruckt hat. Er versucht mit den Mitteln einer jungen, interdisziplinären Wissenschaft darzustellen, wie der Verlust der Weisheit als verbindlicher, gesellschaftlicher Wert dazu beigetragen hat, dass uns in Europa und Amerika der Sinn für den Sinn abhandenkam. Jordan Hall, ein Systemtheoretiker unserer Kulturgeschichte, malt in seinem Interview buchstäblich den Teufel an die Wand, einen Teufel, der uns allerdings schon lange begleitet und dessen Spiel langsam zu Ende geht. Der Transformationsgestalter Martin Winiecki , die spirituelle Lehrerin Shakti Caterina Maggi , die Naturmystiker Ursula und David Seghezzi und der junge Philosoph und Heidegger-Kenner Johannes Niederhauser entwerfen ihren je eigenen Blick auf die Ausdrucksformen und Ursachen unserer Sinnkrise. Sie alle zeigen auf mögliche, existenzielle Antworten, die es hier vielleicht gibt. Ich glaube, es ist uns gelungen, ein breites Spektrum von Zugängen zur Sinnfrage zusammenzustellen, und ich hoffe, dass dich diese Menschen dazu inspirieren werden, selbst tiefen Fragen und eigenen, neuen Antworten nachzugehen.
In einem besonderen Beitrag in der neuen evolve analysiert Michael Gleichdas Virus der Verschwörung. Der Künstler Lee Mingwei öffnet Räume der Begegnung. Und Janina Loh, Marian Bremer sowie Elizabeth Debold, Mike Kauschke und Nadja Rosmann bringen weitere kraftvolle Perspektiven.
Einen genaueren Einblick in evolve 28 geben das Inhaltsverzeichnis und das Editorial sowie ein Auszug aus meinem Leitartikel „AUF DER SUCHE NACH WEISHEIT – Wege aus der Sinnkrise“ .
Kunst ist immer ein integraler Bestandteil in der Gestaltung der evolve . In dieser Ausgabe beeindrucken Arbeiten des Künstlers Ulrich Naumann. Seine geschichteten Bilder, die abstrakte Malerei mit konkreter Fotografie verbinden, spiegeln die Vielschichtigkeit unseres Themas in einer unmittelbaren Weise wider.
Und wie immer ist diese Ausgabe der evolve auch ein Aufruf. Ein Aufruf an dich, in den Dialog mit anderen evolve Leserinnen und Lesern einzutreten und die Inspirationen, Anregungen, vielleicht auch Provokationen der aktuellen Ausgabe im gemeinsamen Gespräch weiterzudenken. Wir laden dich herzlich zu unseren evolve Salons ein. Sie finden in knapp 30 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt, momentan oft online über Zoom (hier mehr Infos und die aktuellen Termine ).
Mit herzlichen Grüßen 
Thomas Steininger, Herausgeber

Interessiert?

Von White Eagle (Weißer Adler), Hopi Indianer, Nordamerikanischer Stamm

„Dieser Moment, den die Menschheit gerade erlebt, kann als Pforte oder Loch betrachtet werden. Die Entscheidung, ins Loch zu fallen oder durch die Pforte zu schreiten, liegt an Euch. Wenn Ihr das Problem bedauert und rund um die Uhr Nachrichten konsumiert, mit negativer Energie, dauernd nervös, mit Pessimismus, werdet Ihr in dieses Loch fallen. Aber wenn Ihr die Gelegenheit ergreift, Euch selbst zu betrachten, Leben und Tod zu überdenken, für Euch und andere Sorge tragt, dann werdet Ihr durch das Portal gehen. Sorgt für Euer Zuhause, sorgt für Eure Körper. Verbindet Euch mit Eurer spirituellen Heimat. Wenn Ihr Euch um Euch selbst kümmert, kümmert Ihr Euch gleichzeitig um alle anderen. Unterschätzt nicht die spirituelle Dimension dieser Krise. Nehmt die Perspektive eines Adlers ein, der von oben das Ganze sieht mit erweitertem Blick. Es liegt eine soziale Forderung in dieser Krise, aber genauso eine spirituelle. Beide gehen Hand in Hand. Ohne die soziale Dimension fallen wir in Fanatismus. Aber ohne die spirituelle Dimension fallen wir in Pessimismus und Sinnlosigkeit. Ihr seid vorbereitet, um durch diese Krise zu gehen. Nimm deinen Werkzeugkasten und verwende alle Werkzeuge, die Dir zur Verfügung stehen.

Lerne Widerstand am Vorbild indianischer und afrikanischer Völker: Wir wurden und werden noch immer ausgerottet. Aber wir haben nie aufgehört zu singen, zu tanzen, ein Feuer zu zünden und Freude zu haben. Fühle Dich nicht schuldig, Glück zu empfinden während dieser schwierigen Zeiten. Es hilft überhaupt nicht, traurig und energielos zu sein.

Es hilft, wenn jetzt gute Dinge aus dem Universum kommen. IT IS THROUGH JOY THAT ONE RESISTS! Durch Freude leistet man Widerstand! Auch wenn der Sturm vorübergezogen ist, wird jeder einzelne von Euch sehr wichtig sein, um diese neue Welt wiederaufzubauen. Ihr müsst stark und positiv sein. Und dafür gibt es keinen anderen Weg, als eine schöne, freud- und lichtvolle Schwingung zu bewahren. Das hat nichts mit Entfremdung (Weltfremdheit) zu tun. Es ist eine Strategie des Widerstands. Im Schamanismus gibt es einen Ritus des Übergangs, genannt „ die Suche nach Weitsicht“. Sie verbringen ein paar Tage allein im Wald, ohne Wasser, ohne Nahrung, ohne Schutz. Wenn sie durch die Pforte gehen, bekommen sie eine neue Sicht auf die Welt, weil sie sich ihrer Ängste, ihrer Schwierigkeiten gestellt haben. Das ist alles, was du momentan tun kannst: Gelassenheit im Sturm. Bleib ruhig. Gute Dinge entstehen daraus.

Widerstehe!“